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News / 2010
Die Menschen geben ihr Geld trotz Wirtschaftskrise kräftig aus - allerdings anders als in guten Zeiten: Wenn schon kein neuer Kühlschrank, dann soll der alte wenigstens gut gefüllt sein, ist die Haltung. Der GfK zufolge ist die Hälfte aller Haushalte kaum von der Krise betroffen.
Wirtschaftskrise

Nürnberg - Die Kauflaune der Deutschen bleibt in diesem Jahr trotz der Wirtschaftskrise nach Einschätzung von Marktforschern weitgehend ungetrübt. Die allmählich wachsende Angst vor der Arbeitslosigkeit werde sich voraussichtlich "erst Ende des Jahres" in einer steigenden Kaufzurückhaltung äußern, teilte das Marktforschungsinstitut GfK am Montag in Nürnberg mit. Der Konsum der Haushalte werde in diesem Jahr um ein halbes Prozent wachsen. Insgesamt bewege sich die Konsumstimmung in Deutschland jedoch nach wie vor "auf bescheidenem Niveau".

Die Krise sei bei den Verbrauchern "noch nicht angekommen und die Konsumstimmung zeigt sich über die letzten Monate hinweg erstaunlich widerstandsfähig", hieß es. So sei der von der GfK monatlich veröffentlichte Konsumklima-Index seit der Verschärfung der Finanzkrise im September sogar von 1,6 Punkten auf 2,2 Punkte im Januar leicht angestiegen. Das Konsumbarometer "zeigte sich zuletzt stabil".

Ursache für die nach wie vor ungebrochene Konsumneigung der Deutschen seien die in den vergangenen Monaten deutlich gesunkenen Kosten für Energie und Kraftstoffe, hieß es zur Begründung. Daneben hätten die hohen Lohnabschlüsse im vergangenen Jahr und die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt die Kaufkraft der Verbraucher gestärkt. Doch auch wenn im Krisenjahr 2009 der Konsum der Deutschen im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um ein halbes Prozent wachse, könne er "den Export als Konjunkturmotor nicht vollständig ersetzen", teilte die GfK mit.

Der Konsum der deutschen Verbraucher stagniert seit Jahren und gibt der Wirtschaft kaum neue Impulse. 2008 blieb er im Vergleich zum Vorjahr konstant. 2007 schrumpfte er gegenüber 2006 sogar um 0,4 Prozent.

Auswirkungen der Krise erst ab 2010
Erst 2010 sei damit zu rechnen, dass sich die Krise "entscheidend auf den Arbeitsmarkt und damit auf das Konsumverhalten auswirken wird", teilte die GfK mit. Dabei verschärft die Krise die Polarisierung der Einkommensverhältnisse in Deutschland weiter. Ein Fünftel aller Haushalte, darunter vor allem Arbeitslose, Hartz-IV-Empfänger und Arbeitnehmer mit akuter Angst um ihren Job, sei in hohem Maße krisengefährdet, sagte GfK-Experte Wolfgang Twardawa. "Hier regiert ausschließlich der Geldbeutel."

Bei einem Drittel sei die finanzielle Lage immerhin so angespannt, das die Betroffenen beim Einkaufen nach Sparpotentialen suche. Dagegen ist knapp die Hälfte aller deutschen Haushalte nach GfK-Einschätzung von der Finanz- und Wirtschaftskrise überhaupt nicht betroffen. Dabei handele es sich um Beschäftigte mit sicherem Arbeitsplatz sowie um gut situierte Rentner und Pensionäre.

Das kürzlich von der Bundesregierung beschlossene zweite Konjunkturpaket werde die Verbraucher zwar entlasten, könne "die aktuelle Krise aber nicht aufhalten". Es werde die Rezession lediglich abmildern. Zusätzlich werde der Konsum noch dadurch gestützt, dass die Inflationsrate in diesem Jahr vergleichsweise niedrig bleibe und voraussichtlich bei 0,5 Prozent liegen werde.

Teile der Wirtschaft könnten auch von einem veränderten Konsumverhalten der Verbraucher in Krisenzeiten profitieren. Zwar scheuten die Deutschen größere Investitionen, gönnten sich dafür aber "kleine Extras". Vor allem für Lebensmittel gäben die Verbraucher mehr aus. Rückläufig sei dagegen der Umsatz mit Elektroartikeln. "Die Verbraucher konsumieren derzeit nach dem Motto: Wenn schon kein neuer Kühlschrank, dann soll der alte wenigstens gut gefüllt sein", erklärte Twardawa. Insbesondere Billigsupermarktketten wie Lidl oder Aldi und Hersteller von Billigmarken dürften demnach zu den Gewinnern der Krise gehören.

Auch werden Verbraucher ihr Geld nach GfK-Erkenntnissen in diesem Jahr voraussichtlich anders ausgeben als bisher. In Krisenzeiten zögen sich Verbraucher verstärkt in die eigenen vier Wände zurück. Dies werde zu Lasten der Gastronomie gehen. Hersteller etwa von Schokolade oder Fertiggerichten dürften hiervon profitieren. Bei Spirituosen, Kaffee oder Kosmetikartikeln würden Verbraucher dagegen voraussichtlich eher sparen.

kaz/AFP/dpa

written by Spiegel Online on 02.02.2009 at 18:08 .
 
 

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